Gemeinsam fürs Theater Lüneburg: Landrat und Oberbürgermeisterin werben um Unterstützung aus Hannover
Nur gemeinsam lässt sich die Finanzierung des Theaters Lüneburg stemmen – das ist den Akteuren in Hansestadt und Landkreis Lüneburg sehr bewusst. Am Wochenende (29. Januar 2022) traf sich Landrat Jens Böther daher kurzfristig mit Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch, Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann und dem Lüneburger Theaterintendanten Hajo Fouquet, um die Situation des Theaters in den Blick zu nehmen und die nächsten Schritte zu besprechen. In genau einer Woche (Montag, 7. Februar 2022) spricht der Landrat mit anderen Vertretern kommunaler Bühnen sowie Kulturminister Björn Thümler und nutzt so weiter den direkten Draht nach Hannover.
Wie es aktuell um das Theater Lüneburg steht, machte Intendant Hajo Fouquet im Gespräch deutlich: „Unsere Situation ist eine besondere: Bisher decken wir mehr als 25 Prozent unseres Etats durch die Besuchereinnahmen.“ Damit hebt sich das Theater Lüneburg von anderen Häusern in Niedersachsen deutlich ab. „Umso härter treffen uns die Einschränkungen und Einnahmeverluste durch Corona“, so der langjährige Theaterchef. „Für uns ist wichtig, dass die Gesellschafter – allen voran Landkreis und Stadt, aber auch Hannover -, nun weitere Schritte planen und uns den Rücken stärken.“ Das Theater Lüneburg befindet sich in kommunaler Trägerschaft, seit Januar 2022 trägt der Landkreis Lüneburg 75 Prozent, die Hansestadt 25 Prozent. Zuvor waren es jeweils 50 Prozent.
Wie wichtig die Bühne für die Menschen in der Region ist, bestätigt Landrat Jens Böther: „Das starke Programm unseres Theaters macht den Landkreis attraktiv und ist ein unverzichtbares Bildungsangebot. Gleichzeitig arbeiten hier Kulturschaffende, die wir gerne halten möchten. Da sehe ich neben Stadt und Kreis auch das Land in der Pflicht.“ Er freue sich, dass ein Gespräch so kurzfristig zustande kommen konnte. Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch betonte: „Wir erleben aktuell deutlich, was wegfällt und was den Menschen fehlt, wenn kulturelles Leben und kultureller Austausch brachliegen. Wir brauchen das Land hier verlässlich an unserer Seite. Und zwar gerade jetzt, wo Corona die Lage für das Theater zusätzlich erschwert. Dazu muss jetzt gehandelt werden.“ Beide Lüneburger Verwaltungsspitzen suchen dazu auch weiterhin das Gespräch mit dem Land.
Wirtschaftsminister Bernd Althusmann sagte seine Unterstützung zu: „Ich nehme die Sorgen des Lüneburger Theaters und aller Theater in Niedersachsen sehr ernst. Mit Blick auf die besondere Situation der kommunalen Theater finden in Hannover jetzt Gespräche statt. Aus alter Verbundenheit mit dem Lüneburger Theater und natürlich als Arbeits- und Wirtschaftsminister bin ich hier am Erhalt von Arbeitsplätzen und einer Entwicklung der Wirtschaft interessiert.“
Mit Zuversicht blickt Landrat Jens Böther auf die kommende Woche: „Wir konnten unsere Sorgen dem stellvertretenden Ministerpräsidenten darlegen. Ich bin nach dem Gespräch sehr zuversichtlich, dass wir gemeinsam einen Weg finden werden. Bei dem Termin mit Kulturminister Björn Thümler in Hannover kommen wir sicherlich einen Schritt weiter, sowohl was die Corona-Defizite und auch die grundsätzliche Anteilsfinanzierung der kommunalen Bühnen durch das Land angeht.“
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